Nu descendant un escalier en hommage à Marcel Duchamp

Nude Descending a Staircase (projection mapping) 
Akt, eine Treppe herabsteigend

Sein künstlerischer Schwerpunkt sind hochartifizielle VideoInstallationen.
Er erschafft multimediale Realitäten mit digitalen Bildern und digital erzeugter Musik zwischen Konkretion und Abstraktion. Seine Arbeiten sind bildreich und voller Anspielungen auf die Geschichte der Kunst.
Hinter der hier im Treppenhaus gezeigten Video-Installation von Jean-Robert Valentin versammeln sich die ikonografischen Vorgänger des Treppenmotivs, wie die experimentellen Fotoserien bewegter Menschen von Etienne Jules Marey, die wiederum für Duchamps „Akt eine Treppe herabsteigend“ Vorbild wurden, oder Richters Gemälde „Ema – Akt auf einer Treppe“ von 1966. Diese Bilder gelten als Innovation, indem sie die Grenzen ihres Mediums thematisieren und so versteht sich auch der Videokünstler Jean-Robert Valentin, der virtuos mit den Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Kunst arbeitet.

So tritt die Arbeit hier aus dem Rahmen heraus, verlässt die Leinwand, den noch der Film, den Bildschirm, den noch das Fernsehen und die Videokunst benötigte. Das Digitale ermöglicht dem Künstler, seine Inszenierung mit dem Raum zu verschmelzen und sie genau diesem Raum zu widmen. Faszinierend, wie die realen Menschen, die die Treppe hinaufgehen, in optische Begegnung mit den hinabschreitenden Körpern der Videopräsentation geraten. Die Akte, die hier die Treppe herabsteigen, haben etwas Modernes und zugleich verschmelzen in ihnen Proportionsideale, die in verschiedensten Epochen von der Antike zur der Renaissance bis in die Nazizeit und die Werbeästhetik heute immer wieder aufgegriffen werden. Damit scheint diese Darstellung zu spielen und zugleich anzuspielen auf die kunstgeschichtlichen Vorbilder, die damit geradezu als Pathosformel zitiert werden.
Den Figuren haftet eine Nacktheit an, die nicht sinnlich, sondern stereotyp ist, sodass sie vor dem elektronischen Hintergrund mechanisch und beinahe martialisch wirken. In gewisser Hinsicht geben sie ein Bild dieser Zeit und verbinden sich zugleich mit der Treppen-Architektur und der Vergangenheit.

Margot Michaelis

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à la recherche du boson de Higgs

Hannover, Dialog am Sonntag.
-„Search for the Higgs boson“, ça sonne presque comme du Marcel Proust.
-Ich meine, dass das „Standard Model“ damit wenig zu tun hat.
-Large Hadron Collider, c’est quand même quelque chose!?
-Klar, aber wie es ist mit God particle?
-Seulement un terme pour the discovery of the Higgs boson…
-Mit einer Menge proton–proton collisions with the ATLAS detector at the LHC…
-Oder the exclusive Higgs boson in particle smashups at CERN’s Large Hadron Collider!
-Nochmals: Das Higgs-Teilchen oder auf der Suche nach dem Ursprung der Masse.
-Si tu veux, das Standardmodell der Teilchenphysik beschreibt erfolgreich die bekannten Elementarteilchen.
-Es geht aber weiter: Die Forschergruppen der Atlas- und CMS-Experimente am Teilchenbeschleuniger LHC meinen, dass das neue Partikel mehr und mehr wie ein Higgs-Boson aussieht.
-„Gottesteilchen“ bezeichnet das Higgs-Boson.
-Oui, mais le terme « particule de Dieu » a été inventé par le physicien Leon Lederman en 1993 dans son ouvrage de vulgarisation scientifique The God Particule.
-Daher: Le boson de Higgs est surnommé particule de Dieu!
-Oder mécanisme de Brout-Englert-Higgs, kurz gesagt BEH.
-Tout ça pour dire que le champs de Higgs donne aux particules élémentaires leur masse.
(Silencio)
-Je me contante de la lecture d‘ Igor et Grichka Bogdanov.
-Toll, das ist auf deutsch kaum übersetzt…

P.S.: Merci à l’équipe du mur du temps: die Zeitmauer All Stars, Claudia, Cornelia, Gabriele, Kerstin, Kirsten,  Nicole…
et mes collègues, Degenhard Andrulat, Timm Ulrichs, Burkhard Scheller.

Money Machine


Bei Steffen Schmidt möchte ich mich für seine liebenswürdige Unterstützung bedanken.
Die Darstellung des Geldes, selten in direkter Form, vereinnahmt zahlreiche Nebenprodukte, die sich der Ikonographie des Geldes verschrieben haben. Ungefähr seit der Romanik kann man von drei Kasten sprechen, die sich das Geld gemäß den Stammesregeln im Verlauf der Geschichte angeeignet haben. Zu nennen wären der Klerus, der Adel und ab dem 15. Jahrhundert das noch junge, gerade aufkommende Bürgertum, das seine Rechte mit Hilfe der eigenen wirtschaftlichen Macht durchsetzt.
Während wir diese Pyramide auf der 1-Dollar-Note bewundern, wird mindestens der Anschein einer überaus medienwirksamen Umsetzung erweckt, die über eben dieses Konsumgut funktioniert. So symbolisch die Darstellung auch sein mag, indem sie aber auf einem Konsumgut abgebildet ist, entsteht eine gewisse Objektivität.

La représentation de l’argent, rarement directe, se voue à une multitude de produits dérivés, dédiés à cette iconographie pécuniaire. Trois castes se sont jusqu’il a de fait peux de temps, appropriées cette valeur selon les règles tribales tout au long de l’histoire dirons nous, à partir du roman. Nous citerons le clergé et la noblesse et partir du quattrocento, la toute jeune naissante bourgeoisie faisant prévaloir ses droits, armée de son essor économique.
En admirant cette pyramide sur le billet de un Dollar, le moins que l’on puisse prétendre, si symbolique, sa représentation me sembla-t-il, ne puis refuser une adaptation médiatique fonctionnant au moyen de produit de consommation. Une certaine objectivité, s’acquière par le biais d’un outil consommable.

Variationen für Tenori-on mit Nils Nordmann & Jean-Robert Valentin

Für das „Festival der Künste“ produziert und im Rahmen des Kunstvolkslaufs Hannover „Zinnober 16“ am 7. und 8. September 2013 gezeigt, basiert dieses Werk auf einem der klassischen Themen sowohl in der Musik als auch in der plastischen Kunst: die Variation. Es geht darum, vor dem Hintergrund einer Komposition von Nils Nordmann, das Instrument Tenori-on künstlerisch zu zerlegen, wieder zusammenzusetzen und eine Akkumulation herzustellen, alles als Video sichtbar und als Hommage an die neuen Realisten gedacht, insbesondere an Arman Pierre Fernandez, genannt Arman (geboren am17. November 1928 in Nizza, gestorben am 22. Oktober 2005 in New York) – wenn ich mir das erlauben darf. Immer dabei, Kahle, der Junge, der zu jeder Vernissage dazugehört und sich mittlerweile das Recht erworben hat, im Ausstellungsraum Ball zu spielen. Fairerweise muss man sagen, dass es an jenem Tag draußen nicht besonders gemütlich war…

FR

Produite pour le „Festival fur Visuelle Künste“ et aussi présentée le 7 et 8 septembre 2013 lors du „Zinnober 16“, le Kunstvolkslauf de de la ville de Hanovre, cette pièce repose sur un des thèmes des plus classiques tant du point de vue musical que plastique: la variation. Ici décomposition, recomposition et accumulation de l´instrument de musique Tenori-on sur une composition de Nils Nordmann également à l´oeuvre comme pourrez le constater lors de la video, en hommages à nos nouveaux réalistes, mais surtout à Arman ( Armand Pierre Fernandez 17 novembre 1928 Nice † 22 octobre 2005 New-York) si je puis me permettre.
Le garçon, c´est Kahle, notre figure incontournable: en tant qu´habitué des vernissages il s´est vu attribuer le droit de jouer au ballon dans la salle d´exposition: il faut dire que ce jour là il faisait dehors un temps plutôt pas terrible…
Jean-Robert Valentin

Alice rettet die Welt

Hanovre:
Des Space-invaders, Alice qui joue avec WII, des jolies fleurs, le tout dans des tons Barbie et un environnement sacral; quelle beauté les jeux vidéos.
Pop version de l´installation video présentée lors du Zinnober 13 de Hanovre le 5.9.2010.Avec la participaton du compositeur Danya Vodovoz pour la performance musicale. Tout en live s´il vous plait! l.g. Jean-Robert Valentin